Erfolgsgeschichten

Studierende vorm Hochhaus

"Das Masterstudium kann ich weiterempfehlen"

Portrait

Friederike Gimpel, B.Eng., M.Eng.

 

Was waren Ihre Gründe für das Masterstudium h_da?

„Nach dem Bachelor in Information Science and Engineering (ISE) habe ich mich auch nach Alternativen umgeschaut. Beispielsweise gibt es in Heidelberg den Studiengang Computerlinguistik, der mich auch interessiert hat. Dort hätte ich für die Masterzulassung aber erst noch den dazugehörigen Bachelor nachholen müssen.

Aufgrund der angebotenen Themen und Projekten im ISE Master, habe ich mich dann für die Hochschule Darmstadt entschieden. Als Bachelorabsolvent von Information Science and Engineering ist man ein Generalist. Durch das Studium des Masters hatte ich die Möglichkeit mich weiter zu spezialisieren. Dabei habe ich mich auf den Bereich Semantik, Ontologien und Wissensrepräsentation spezialisiert.

Insgesamt habe ich sehr viele positive Erfahrungen beim Bachlorstudium an der h-da gemacht und die behandelte Themen wie Wissensrepräsenation und semantische Technologien aktuell gefragt auf dem Arbeitsmarkt sind.“

Wie sah das Leben neben dem Masterstudium aus?

„Ich habe meinen Master als Vollzeitstudium gemacht. Neben dem Studium habe ich kein Minijob oder ähnliches gehabt, sondern mich voll und ganz auf mein Studium konzentriert.“

Wie könnte man das Masterstudium verbessern?

„Man könnte das Masterstudium durch die weitere Zusammenarbeit mit Unternehmen bspw. innerhalb von Projekten verbessern. Bei meinem Masterstudium gab es verschiedene Kooperationen mit Unternehmen (zum Beispiel im SEO Projekt mit der Telekom). Leider habe ich mich im Master vorwiegend für Projekte interessiert, die ohne Kooperation durchgeführt wurden. Diese Zusammenarbeit der Hochschule mit Unternehmen schätze ich als sehr wichtig ein, besonders wenn sie innerhalb von Kursen oder Projekten durchgeführt werden. Aus meinen persönlichen Erfahrungen und von Kommilitonen weiß ich, dass solche Kooperationen oft auch zu Einstellungen bei diesen Firmen geführt haben.“

Sie hatten doch sicherlich Gelegenheit, während ihres Studienverlaufs Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen. Konnten Sie diese Kontakte bei ihrer späteren Stellensuche nutzen?

„Ja, ich habe während meines Studiums wenige (zu wenige) Unternehmen kennengelernt. Im Projekt Puplikationswelt der h_da mit Professor Knorz bin ich meinem späteren Arbeitgeber intelligent views begegnet.

Dort habe ich von der Iniziative Job Tournee von IT for Work mitbekommen, diese Initiative kann ich Absolventen empfehlen, die weitere interessante Arbeitgeber aus der IT-Brache kennlernen wollen.“

Was ist ihr aktuelles berufliches Aufgabenfeld?

„Ich arbeite bei intelligent views in Darmstadt. intelligent views ist ein IT-Firma, die das Softwareprodukt K-Infinity entwickelt und anbietet. Mit K-Infinity können semantische Wissensmodelle erstellt werden. Diese sogenannten semantischen Netze kennt man aus unserem Studiengang auch als Ontologien. Diese Modelle sind unabhängig von der Art der Daten, welche in den Modellen integriert und strukturiert werden. Die Modelle werden zu der speziellen Gegebenheit und Zielsetzung des jeweiligen Kunden erstellt. Zu diesen Wissensmodellen können individuelle Wissens-Portale erstellt werden, die die Informationen in ihrem semantischen Kontext zugänglich machen.

Ich habe bei intelligent views mein Masterpraktikum absolviert. Im Anschluss habe ich meine Masterarbeit dort auch geschrieben. Das Thema meiner Masterarbeit war „Business Matching - Entwicklung eines prototypischen Leitfadens“ innerhalb dessen ich ein, durch K-Infinity realisiertes Business-Portal, um eine Business Matching-Komponente erweitert habe. Durch diese Komponente können Kunden ihre Daten (Suche und Biete) angeben, daraufhin werden den Kunden nach der Registrierung sofort passende Geschäftspartner vorgeschlagen.“

Wie kamen Sie dort hin?

„Nachdem ich meinen Masterabschluss Anfang 2013 erfolgreich bestanden habe, wurde ich direkt von intelligent views als Knowledge-Engineer übernommen.

Insgesamt kann ich sagen, dass der Übergang von meinem Studium zum Job optimal verlaufen ist, wie man es sich nur wünschen kann, da ich keine Pause zwischen Studium und Einstellung hatte. Außerdem habe ich entsprechend meiner Spezialisierung im Master den exakt passenden Arbeitsplatz gefunden.

Ich bin ein Knowledge-Engineer und diese Bezeichnung passt perfekt, da ich aus dem Daten und Informationen der Kunden semantische Netze baue.

Ich habe bei meiner Arbeit viel Kundenkontakt, dabei spreche ich mit dem Kunden über die Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten und betreue ihn während der Zusammenarbeit.

Obwohl ich erst seit Anfang des Jahres bei intelligent views arbeite, bin ich bereits Ansprechpartnerin für einen Kunden. Das ergab sich dadurch, dass ich bereits während meines Praktikums und meiner Masterarbeit den Kunden und seine Projekte kennengelernt habe und in diese involviert war. Darüber hinaus unterstütze ich den Vertrieb indem ich auf Messen und Veranstaltungen die Firma und das Produkt vertrete.“

Zurückblickend auf Ihren Werdegang, würden Sie das Masterstudium weiterempfehlen?

„Als Absolvent des ISE Bachelors ist man ein Generalist. Durch das Masterstudium hat man die Möglichkeit sich weiter zu spezialisieren. Das Masterstudium kann ich jedem Bachelorabsolvent weiterempfehlen.“

"Aktuelle Technologie mit gestalten"

Dipl.-Informationswirtin Canan Hastik, M.Eng.

"Im Moment bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin am IKUM Institut für Kommunikation und Medien am Fachbereich Media an der Hochschule Darmstadt. In einem regionalen Forschungsprojekt zur Entwicklung einer benutzerfreundlichen Visualisierung für medienforensischen Analyseergebnisse, mache ich das Projektmanagement. Außerdem bin ich Lehrbeauftragte, unter anderem am Karlsruher Institut für Technologie. Zusätzlich mache ich seit 2011 ein postgraduales Promotionsstudium (PhD) am Institute of Technology in Cork, Irland im Bereich “Digital Humanities“ (digitaler Kulturforschung).

Ich wollte schon immer promovieren. ... Meine Masterarbeit absolvierte ich in Kooperation mit einem Unternehmen in Darmstadt. Ich bin dann erst einmal direkt nach dem Master in den Job eingestiegen. Insbesondere waren für mich auch die Gespräche mit den Professoren wichtig.Ich bewarb ich mich dann auf eine offene Projektstelle, damals noch am IGDV der Hochschule."

Was waren Ihre Gründe zum Diplom zu studieren und warum an der h_da?

"Ich hatte Interesse am Studiengang und an den Themen die das Studium hier an der h_da angeboten hat. Ebenso war für mich die regionale Verbundenheit ein wichtiger Faktor."

Sie hatten doch sicherlich Gelegenheit, während ihres Studienverlaufs Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen. Konnten Sie diese Kontakte bei ihrer späteren Stellensuche nutzen?

"Ja, während des Diploms hatte ich als studentische Hilfskraft eine Arbeitsstelle beim Fraunhofer Institut in Darmstadt. Diesen Kontakt nutzte ich schließlich auch für die Diplomarbeit. Für den Master habe ich mir was Neues gesucht."

Zurückblickend auf Ihren bisherigen Werdegang, würden Sie das informationswissenschaftliche Studium in Darmstadt weiterempfehlen?

“Wenn man wissen will wie aktuelle Technologie funktioniert und diese mit gestalten will, dann ist man hier an der h_da richtig.“

"Fachliche Kompetenz ausbauen"

Portrait

 Dipl.-Informationswirtin Nina Krammig, M.Eng.

 

Was ist aktuell ihr berufliches Aufgabenfeld?

„Meine aktuelle berufliche Position ist die Leitung des Programmbereichs Kindertagesstätte bei der Stiftung Lesen … bei der Stiftung Lesen in Mainz. Die Stiftung Lesen ist eine operative Stiftung, welche sich die Förderung der Lesekompetenz durch Lesefreude zur Aufgabe gemacht hat.“

Gibt es für ihre Stelle eine Bezeichnung? Für welche Aufgaben sind Sie im Wesentlichen verantwortlich?

„Projektmanagement ist ein großer Teil unserer Arbeit. Neben unserem Forschungsinstitut und einer Kommunikationsabteilung sind wir unterteilt in verschiedene Programmbereiche (insgesamt vier Stück), in denen die verschiedenen Projekte und Kampagnen umgesetzt werden und ich leite den Programmbereich Kindertagesstätte. Hier werden Projekte umgesetzt, die sich an Kindergartenkinder, deren Eltern sowie Erzieherinnen richten.

Meine Aufgabe besteht zum einen in der operativen Projektarbeit, d. h. ich betreue verschiedene Projekte, unter anderem auch den Vorleseclub mit rund 10.000 ehrenamtlichen Vorlesepaten, habe aber auch einen großen Management-Anteil, der sich mit klassischen Aufgaben, wie Personalführung, Finanz- und Budgetplanung auseinandersetzt und einem intensiven Austausch mit unserer Geschäftsführung beschäftigt.“

Was waren die Besonderheiten nach Abschluss ihres Masters an der h_da bis zu ihrer derzeitigen Position?

„Ich weiß zwar nicht genau, worauf die Frage abzielt, aber was mir spontan einfällt, ist, dass der Abschluss eigentlich gar nicht mehr so viel zu tun hat mit dem, was ich jetzt mache. Ich bin zwar immer in verwandte Berufsfelder eingestiegen, aber dann doch irgendwie als Quereinsteigerin, und ich glaube, das hat etwas mit der Art zu tun, wie der Studiengang an sich aufgebaut ist. Ich hatte damals nach meinem Diplom den Schwerpunkt Medien und das ist glaube ich etwas, wo man ein bisschen flexibel sein muss, was die Berufswahl angeht.

Das ist so eine Besonderheit am Studiengang, dass man dem Arbeitgeber erklären muss, was man da eigentlich macht und man muss ein bisschen nach links und rechts gucken, sonst funktioniert das nicht.“

Gibt es da ein konkretes Beispiel, das Sie nennen könnten für so einen extremen Wandel?

„Ja, ich bin ja keine Bibliothekarin und mein Berufseinstieg war in der Bibliothek. Ich habe mich dann in meinem Master nochmal für den Bereich Bibliothek spezialisiert, um meine fachliche Kompetenz in dem Bereich auszubauen. Ironischerweise bin ich dann, als ich den Master hatte, aus der Bibliotheksbranche heraus gewechselt.“

Wie sind Sie an ihre derzeitige Position gekommen?

„Nach meinem Master hatte ich das Gefühl, dass ich in der Bibliothek überqualifiziert bin - von der Bezahlung her, aber auch vom Aufgabenfeld - und dann habe ich mich beworben als Projektmanagerin in der Stiftung Lesen. Die Mischung aus meiner Master-Qualifikation, meinen Jobs während des Studium und dem Job in der Bibliothek hat gepasst, ich wurde dann genommen und habe zuerst ein halbes Jahr als Projektmanagerin gearbeitet. Als mein damaliger Chef in Elternzeit gegangen ist, wurde mir die Stelle als Projektleiterin angeboten, die ich dann natürlich angenommen habe. Es war zuerst provisorisch, aber mittlerweile ist die Stelle fest. Ich hatte auch etwas Glück.“

Ist das Ihr erster Job nach dem Master oder waren Sie zuvor schon mal in einem anderen Unternehmen tätig?

„Der Job als Projektmanagerin war nach dem Master mein erster Job.“

Wie schnell haben sie nach dem Abschluss den ersten Job bekommen?

„Das hat nicht so lang gedauert. Nach meinem Diplom habe ich ca. 4 Wochen lang gesucht, bei meinem Master ging das noch viel schneller, da hatte ich nicht einmal mein Zeugnis und habe schon das Stellenangebot bei der Stiftung Lesen bekommen. …

Mit diesem Studium hat man dann Chancen, wenn man beruflich vorher schon etwas gemacht hat – oder zumindest mit einem Nebenjob im Studium Berufserfahrung gesammelt hat. Ich kann das mal kurz an einem Beispiel erläutern: Eine ehemalige Kommilitonin war vor dem Studium Krankenschwester, eine andere Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, die Krankenschwester arbeitet heute im Gesundheitswesen und die Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte ist in der Personalführung einer Kanzlei. Das Studium ist sehr unspezifisch, es ist also sehr gut, wenn man Erfahrungen in einer bestimmten Branche hat. Wenn man direkt von der Schule kommt, hat man es deutlich schwerer.“

Was waren Ihre Gründe einen Master zu studieren?

„Als ich in der Bibliothek gearbeitet habe, hat mir das irgendwann von den Aufgaben her nicht mehr gereicht. Ich wollte mehr Verantwortung und ich wollte auch mehr verdienen. Ich habe mich auch ein Stück weit unterfordert gefühlt und da habe ich mir gedacht, gut studierst du einfach nochmal und schaust mal, was sich da sonst noch ergibt.“

Und warum gerade an der h_da?

„Ich wollte das berufsbegleitend machen, und zwar in Richtung Bibliothek, weil ich in der Bibliothek gearbeitet habe. Es musste also ein Bibliotheks-Studiengang sein. Darmstadt war für mich gut erreichbar und die Möglichkeiten für ein berufsbegleitendes Studium in der Hochschule waren sehr gut. Ich habe z. B. die Erfahrung gemacht, dass ich das Praxisjahr angerechnet bekommen habe und meinen BPS-Bericht an meiner Arbeitsstelle machen konnte. Außerdem finde ich es gut, dass man hier auch über den bibliothekarischen Tellerrand herausschauen kann. Mein technisches Hintergrundwissen hilft mir in vielen Fällen.“

Haben Sie das Diplom- und Masterstudium direkt hintereinander studiert?

„Nein, ich habe mein Diplom 2008 gemacht und den Master habe ich 2011 abgeschlossen. Jetzt muss ich mal gucken wann ich den Master begonnen habe, das müsste 2010 gewesen sein.“

Falls nicht, welche Alternativen gab es?

„Die Alternative wäre gewesen entweder ein Fernstudium zu machen, oder weiterzuarbeiten in der Bibliothek bzw. sich anderweitig zu bewerben.“

Wie sah das Leben neben dem Masterstudium aus?

„Nach meinem Diplom habe ich eine Stelle in der Stadtbibliothek Alzenau angenommen, diese habe ich dann berufsbegleitend zum Master gemacht. Das hat auch gut geklappt.“

Wie könnte man das Masterstudium verbessern?

„Was ich mir mehr wünschen würde, wäre eine bessere Vernetzung der Hochschule mit den potentiellen Arbeitgebern durch die Verantwortlichen und das die Studiengangabschlusstitel sich nicht permanent ändern.“

Zurückblickend auf Ihren bisherigen Werdegang, würden Sie das Masterstudium weiterempfehlen? Beschreiben Sie mit einem Satz warum!

„Ich würde es vor allem denjenigen empfehlen, die bereits eine anders gelagerte Ausbildung haben, also z. B. einen Bachelor-Abschluss oder eine Berufsausbildung. Und ich glaube, als Ergänzungsstudium ist es super. Wer zukünftig in einer Bibliothek arbeiten möchte, ist hier auch sehr gut aufgehoben.“