Erfolgsgeschichten

Perspektiven - Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichten

"Die Augen offen halten"

Portrair Christiane F.

Christine Faidt, B. Eng., Mitarbeiterin mit Lehraufgaben der Bibliothek der Hochschule Aschaffenburg. 

Was ist ihr derzeitiger Tätigkeitsbereich?

Das Tätigkeitsfeld ist relativ weit und beinhaltet meine Lehrveranstaltung „Informationskompetenz“, sowie Einführungskurse in Literatur- und Datenbankrecherche. Des weiteren sind wir in der Bibliothek für die Literaturversorgung von Professoren, Studenten und Mitarbeitern zuständig und ich übernehme auch die Pflege der elektronischen Angebote, z.B. von Datenbanken.

Fiel Ihnen der Einstieg ins Berufsleben leicht?

Das Studium hat mich gut auf den Beruf vorbereitet. Auch wenn man sich in viele Bereiche erst einarbeiten muss, hatte ich einen guten Einstieg. Der Vorteil sind die Grundlagen, die sich prima in den Beruf transferieren lassen!

Wie schätzen Sie den großen Informatikanteil im Gegensatz zu einem eher geisteswissenschaftlich geprägten Studium ein?

Er bietet einem in vielerlei Hinsicht eine Grundlage, die man heutzutage selbst in der bibliothekarischen Arbeit braucht. Es müssen z.B. Webseiten gepflegt und Inhalte digital verarbeitet werden, dabei fällt einem vieles leichter, wenn man z.B. selbst programmieren kann. Auch wenn einiges automatisiert, z.B. mittels Content Management Systemen, abläuft, ist es wichtig das Prinzip dahinter verstanden zu haben, um in dem Bereich zu arbeiten.

Inwiefern kam Ihnen die praxisnahe Ausbildung bzw. die berufspraktische Phase zu Gute?

Während in den Vorlesungen und Seminaren das Wissen theoretisch vermittelt wird, bekommt man im Praktikum einen Eindruck davon, wie die tagtägliche berufliche Arbeit abläuft und man merkt an vielen Stellen, dass es anders ist als man es sich vorstellt. Es wird einem auch die Chance gegeben sich selbst einzubringen und Sachen praktisch umzusetzen. Das macht es einem einfacher zu entscheiden, was man machen möchte bzw. was einem liegt oder auch nicht liegt und in welchem Bereich man tätig werden möchte.

Würden Sie das Fachwissen mit dem Sie die Hochschule verlassen haben als zeitgemäß bezeichnen?

Ich sehe an meinen Kollegen und Kolleginnen im Tätigkeitsbereich Bibliothek, dass es hier enorme Fortschritte gegeben hat und manche in ihrer Ausbildung noch mit Zettelkatalogen und Karteikarten gearbeitet haben. Mit Blick in die Zukunft bin ich da schon sehr froh über meine Ausbildung.

Wie wichtig erscheinen Ihnen ganz allgemein Kenntnisse im Umgang mit Informationen bzw. Wissen?

Sehr wichtig und in Zukunft noch wichtiger. Beispielsweise fällt mir in meiner Lehrveranstaltung auf, dass viele die Seriosität von Informationen aus dem Internet nicht richtig einschätzen können und nicht ausreichend hinterfragen, ob etwas Publiziertes so richtig sein kann.

Welche Empfehlungen können Sie an Studieninteressierte geben?

Man sollte ein gewisses Interesse am Thema haben und keine Scheu vor Technik, speziell vor Informatik und Programmieren. Es ist jedoch absolut kein Hindernis, wenn man keine Vorkenntnisse hat.

Was empfehlen Sie derzeitigen Studenten?

Ich habe im vierten Semester ein Auslandssemester in Prag verbracht und kann das jedem weiterempfehlen, da ich dadurch einen sehr guten Einblick in ein anderes Land bekommen habe und es eine tolle Erfahrung war. Es hat auch geholfen, dass ich von Seiten der Professoren hinsichtlich der Prüfungen Unterstützung bekommen habe. Die Idee zu meiner Abschlussarbeit kam mir während des Studiums, ich kann jedem raten diesbezüglich die Augen offen zu halten, denn es ist gut, wenn das Thema zur späteren Arbeitsstelle passt.

Vielen Dank!

Nach oben

"Professoren unterstützen Studierende mit Rat und Tat"

Portrait Jennifer J.

Jennifer Anja Jung, B. Eng., Absolventin des Bachelorstudiums und derzeitige Masterstudentin, gleichzeitig Werksstudentin bei der Telekom AG Darmstadt.

Was gab für Sie den Ausschlag Information Science & Engineering zu studieren?

Verschiedenste Studiengänge kamen meinen Interessen und Neigungen sehr entgegen. In der engeren Auswahl war auch ein reines BWL-Studium. Auf Grund meines Wirtschaftsfachabiturs hatte sich schnell herauskristallisiert, dass mir diese Grundrichtung sehr liegt. Nach genauerer Prüfung habe ich mich dann für diesen speziellen Studiengang entschieden, der meinen persönlichen Interessen noch individueller nachkommt. Auch privat strukturiere, sortiere und organisiere ich wichtige Informationen. Ein besonderes Faible und Händchen habe ich für Recherchen jedweder Art.

Studierende arbeiten hier ja in Seminaren und Projekten v.a. in kleineren Gruppen zusammen. Wie haben Sie die Stimmung in dem ingenieurwissenschaftlichen Studiengang erlebt?

Super angenehm. Die Professoren unterstützen die Studierenden mit Rat und Tat und gehen meiner Meinung nach persönlich intensiv auf die Studenten ein. Befreundete Studenten berichten mir immer wieder von überfüllten Hörsälen. Hiervon sind wir auf dem Campus Dieburg so gut wie verschont worden. Ich schätze kleinere, effektivere Gruppengrößen sehr und bin froh, durch meinen Studiengang im Media Bereich eingegliedert zu sein.

Welche Prägung erhielten Sie durch das interdisziplinär angelegte Studium an der h_da?

Während meines Grundstudiums trat der Wert von zusätzlichen Qualifikationen als Quereinsteiger noch nicht so hervor, wie jetzt im Masterstudium und dem beginnenden Berufsleben. Das ISE-Studium unterscheidet sich deutlich von dem klassischen Informatik- oder BWL-Studium.

Gab es während Ihrer Studienzeit Schlüsselerlebnisse, die Ihre weitere berufliche Entwicklung nachhaltig geprägt haben?

Ja gab es durchaus. Den Auslöser für das Thema meiner Bachelorarbeit z.B. gab mein Professor in einer kurzen Anekdote. In der Veranstaltung „Fortgeschrittene BWL“ erzählte er kurz über das Thema „Glücksforschung“. Da hat es bei mir „klick“ gemacht. Diese Thematik fand ich so interessant, dass ich mich damit intensiver beschäftigt habe. Es entwickelte sich daraus das Thema meiner Bachelorarbeit „Glücksforschung − Wie rational sind unsere Gefühle“. Inhaltlich geht es unter anderem darum, wie glücklich Menschen in verschiedenen Ländern sind, in wie weit dies messbar ist und welche Dinge darauf Einfluss haben. Der volkswirtschaftliche Aspekt wurde dabei umfangreich behandelt.

Nach welchen Kriterien haben Sie schwerpunktmäßig ihr Studium weiterhin ausgerichtet?

Meine Schwerpunkte sind auf jeden Fall die wirtschaftlichen Aspekte des Studiums. Andere Themen die sich inhaltlich mehr in Richtung Medien oder Bibliothek erstreckt haben, hatten auch ihren Reiz. Im Masterstudium erkennt man schnell die Vorteile einer inhaltlich breiteren Auswahl.

Welche Möglichkeiten haben Sie wahrgenommen, um in Betrieben Erfahrung zu sammeln?

Während des Bachelors habe ich ein interessantes Praktikum bei Merck absolviert und war dort im Project & Process Engineering tätig. Der Kontakt zu Merck und der Abteilung war schnell hergestellt. Es ist von Vorteil, dass Professor Jörs persönlich bemüht ist, Angebote und Informationen über Praktika und Arbeitsstellen an die Studenten weiterzugeben. Er pflegt dazu noch gute Verbindungen zu verschiedenen Unternehmen. Ich denke, hier in der Rhein-Main-Gegend hat man mit diesem Studiengang auch dadurch recht gute Chancen.

Derzeit sind Sie bei der Telekom tätig und sind dort auch nicht die einzige der ehemaligen Bachelor Information Science & Engineering-Studenten. Wie erklären Sie sich die hohe Anzahl von ISE-Absolventen bei der Telekom?

Davon kenne ich hier ungefähr 10, viele sind im Bereich der Suchmaschinenoptimierung tätig und waren z.T. während des Studiums schon an entsprechenden Projekten beteiligt. Ich selbst bin im Bereich User Interface & Convergent Services (Produktmanagement für mobile Browser-Portale und Apps) tätig. Eine von mir selbst ausgewählte Stelle die mir viel Spaß macht und mir neue Impulse gibt. Dort geht es vorrangig darum, Webanalysen, Reportings, Studien, Statistiken und Marktforschungen auszuwerten bzw. zu erstellen.

Welchen Nutzen hat Ihr Studium bei Ihrer derzeitigen Tätigkeit?

Das Studium selbst ist die Basis für diese Tätigkeit, ins Besondere die zusätzlichen Qualifikationen. Durch das Studium habe ich die aktuellsten Methodiken kennen- und anzuwenden gelernt. Das kommt mir auf jeden Fall zu Gute. Dazu sind mir die mathematischen Überlegungen und Gedankengänge nicht fremd und dies wiederum erleichtert es, Zusammenhänge und Abläufe zu erkennen und zu überblicken.

Sehen Sie Ihre Zukunft hier im Rhein-Main-Gebiet oder denken Sie auch über Perspektiven außerhalb nach?

Ich kann mir gut vorstellen, dass einer meiner nächsten Arbeitsorte hier im Rhein-Main-Gebiet sein wird. Die derzeit von mir ausgeübte Tätigkeit hat seinen Reiz. Da heutzutage Flexibilität ein wichtiger Faktor im Berufsleben ist, kann ich mir zukünftig auch Arbeitsstellen in anderen Ländern und Kulturen vorstellen. Dies wird dann wiederum meine Qualifikationen und Erfahrungen erhöhen.

Welche Tipps haben Sie für junge Leute, die unsicher sind, ob das Studium das richtige für sie ist?

Es ist sinnvoll und notwendig, verschiedene Informationsmessen zu besuchen, bei denen die verschiedenen Studiengänge vorgestellt werden. In Darmstadt gibt es beispielsweise einmal im Jahr eine Informationsveranstaltung, die meistens im April oder Mai stattfindet. Wichtig ist, dass man Spaß und Interesse am Studiengang haben sollte. Professionell mit Informationen und Wissen umzugehen gehört in meinem Studium dazu.

Vielen Dank für das Interview!

Nach oben