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"Die Bologna-Reform wird von uns sehr positiv aufgenommen"

Portrait Michael Buschmann

Michael Buschmann, Leiter Search & Online Marketing bei Deutsche Telekom, Bereich Products & Innovation.

In welchen Tätigkeitsfeldern setzt die Deutsche Telekom in Darmstadt Absolventen des Studiengangs ein?

Aufgrund des generischen Charakters des Studiums findet man bei uns in Darmstadt Absolventen der Studiengänge Informations- und Wissensmanagement und Information Science & Engineering in sehr vielen Bereichen.

Vor allem die Absolventen, die Kenntnisse im Bereich Online-Marketing erworben haben, sind natürlich stark bei uns vertreten, da diese in allen Bereichen benötigt werden. Aber auch im Bereich der Suchmaschinentechnologie und der Implementierung und Anwendung von Suchlösungen setzen wir auf das Wissen der Absolventen der h_da.

Der Studiengang an der h_da vermittelt neben klassischen informationswissenschaftlichen Kenntnissen auch solche – je nach Ausrichtung des Studiums – aus dem Bereich der Wirtschaft, den Medien und den Bibliotheken und besitzt darüber hinaus einen ausgeprägten informationstechnischen Anteil. Wie beurteilen Sie die Kenntnisse, die die Absolventen mitbringen, und welche sind bei Ihnen besonders gefragt?

Im Internetgeschäft kommen alle diese Anforderungen zusammen. Informationssysteme, was auch Webportale und Shopsysteme sind, müssen strukturiert werden. Dazu ist sowohl ein informationswissenschaftlicher Hintergrund notwendig als auch die Fähigkeit die technische Machbarkeit korrekt einzuschätzen und Anforderungen adäquat zu beschreiben.

Was erwarten Sie sonst noch von Absolventen, die sich bei Ihnen bewerben?

Wissen alleine nutzt nichts, wenn man es nicht auf die Straße bekommen kann. Überzeugungsfähigkeit, Präsentationsfähigkeit, Projektmanagement und kaufmännisches Denken sind dafür unabdingbar. Egal wie gut die eigenen Ideen sind, so man muss diese in einem Konzern immer auch angemessen vertreten und vorantreiben können.

Welche Empfehlungen würden Sie Studierenden und Absolventen hinsichtlich der Zeit des Studiums und der beruflichen Praxis danach geben?

Die Bologna-Reform wird von uns sehr positiv aufgenommen und in jeder Hinsicht unterstützt. Wir haben die wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter bereits daran ausgerichtet. Diese Ausrichtung auf Bachelor und Master bietet uns die Möglichkeit, dass Mitarbeiter mit einem Bachelor-Abschluss – nachdem sie Berufserfahrung gesammelt haben – ihr Wissen mithilfe des Masterstudiums weiter ausbauen können. Darum wünschen wir uns von den Hochschulen, dass sie die Möglichkeit für berufsbegleitende Masterstudiengänge ausbauen. Der Anteil an Bachelor unter den eingestellten Absolventen macht bei uns schon heute etwa 40 Prozent aus. Der Bedarf ist also da.

Vielen Dank für das Interview!